Pressemitteilung: Gemeinsam Geschichten erfinden - Ausstellung zum Generationenprojekt „Erzähl mir was!“ im Stadtmuseum eröffnet
Mit einer feierlichen Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum fand jetzt das Projekt „Erzähl mir was!“ seinen Abschluss. Gemeinsam mit ihren Familien und Erzieherinnen kamen die Vorschulkinder der Kita Rappelkiste zusammen, um die Ergebnisse ihres kreativen Generationenprojekts zu präsentieren.
Vor wenigen Wochen hatten die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern oder Großeltern am Projekt teilgenommen: Dabei suchten sie sich als Familie jeweils ein Museumsobjekt aus und erfanden dazu eine eigene Geschichte. Anschließend wurden die Geschichten von den Familien aufgeschrieben, teilweise in ihrer jeweiligen Muttersprache. Der Fantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt: Es entstanden spannende, lustige und berührende Erzählungen, die zusammen mit Fotos der Familien in der Ausstellung zu sehen sind.
Begleitet wurde das Projekt von der Museumspädagogin Alexandra Hinke sowie den Erzieherinnen Simone Viseloh und Katrin Pretzel, die die Kinder während des gesamten Prozesses unterstützten und den Austausch zwischen den Generationen förderten.
Konzept „TiM – Tandem im Museum“ diente als Vorbild
Das Projekt orientiert sich am 2017 in der Schweiz gegründeten Konzept „TiM – Tandem im Museum“. Dabei treffen sich zwei fremde Menschen verschiedener Generationen im Museum, um gemeinsam zu einem ausgewählten Objekt eine Geschichte zu entwickeln. Inzwischen beteiligen sich 176 Museen in der Schweiz, Österreich und Deutschland an diesem erfolgreichen Ansatz.
Ziel des Projekts ist es, einen niederschwelligen Zugang zu Kultur zu schaffen und Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters miteinander ins Gespräch zu bringen. Geschichten werden seit jeher in allen Kulturen erzählt und verbinden Menschen unabhängig von Sprache, Alter oder Herkunft. Durch das gemeinsame kreative Arbeiten entsteht eine aktive Teilhabe an Kultur, die Berührungsängste abbaut und neue Zugänge zum Museum eröffnet. So wird das Museum zu einem Ort der Begegnung, an dem sich Menschen unterschiedlicher Generationen und Kulturkreise auf Augenhöhe austauschen können.
Die Ausstellung wird im Treppenhaus und ersten Obergeschoss des Museums gezeigt und kann während der Öffnungszeiten besucht werden (dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr).